Ersetzt KI in urheberrechtlichen Angelegenheiten den Rechtsanwalt?

Bei der Diskussion um die künstliche Intelligenz sollten nicht nur Schreckensvisionen an die Wand gemalt und Luddismus praktiziert, sondern eine Einzelfallprüfung vorgenommen werden. Die Einzelfallprüfung führt immer wieder dazu, dass das Blut in den Adern von Juristen schneller fließt.

Franziska Koch: Sneaky Steve, 2022, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm

Im Rahmen seiner Vorlesung zum Thema Urheberrecht an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig wurde Prof. Dr. Stefan Haupt gebeten, zwei im Internet öffentlich zugänglich gemachte Bilder miteinander zu vergleichen, um anhand dieses Beispiels zu erläutern, ob gegebenenfalls eine
Urheberrechtsverletzung vorliegt.
Angeregt durch das Webinar von Tom Braegelmann „ChatGPT, BingChat, Bard: KI für Ihre Kanzlei“, das vom Erich Schmidt Verlag veranstaltet wurde, sollte mithilfe von ChatGPT auf Basis von GPT-4 ein Gutachten verfasst werden.
Das im unten verlinkten PDF zitierte Gutachten ist nicht aus einem Guss, sondern es wurden die im Ergebnis der verschiedenen Prompts generierten Textbausteine zusammenkopiert. Zur Erstellung des Gutachtens wurde ChatGPT außerdem das Vorlesungsskript zum Thema Urheberrecht zur Verfügung gestellt. Die entsprechenden Links wurden nachträglich eingefügt.

PDF: Ersetzt KI in urheberrechtlichen Angelegenheiten den Rechtsanwalt?

Aleksandra Tollkühn | LL.M. (Edinburgh)

Studium
seit 2019 Masterstudium (LLM Law) an der University of Edinburgh
2016 - 2019 Studium des Rechts (LLB Law) am King's College London
Praktika und Nebentätigkeiten
seit 2021 Werkstudentin bei Haupt Rechtsanwälte
2016 - 2020 Sommerarbeit bei Haupt Rechtsanwälte
2019 Paralegal bei Livingstone Technologies in Reading, England
2017 - 2019 Studentischer Rechtsberater an der Legal Clinic des King's College London
Sonstige Qualifikationen
2018 Ausbildung zum zertifizierten Mediator für Zivil- und Handelsrecht in England (The Society of Mediators, 218 Strand)